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Mersedeh Shahinkar

nahm seit dem ersten Tag der revolutionären Bewegung an den Protesten anlässlich des gewaltsamen Todes von Mahsa Jina Amini teil und erlebte täglich die Gräueltaten der Regimetruppen hautnah. An vielen Tagen atmete sie Tränengas ein, was Übelkeit und Kopfschmerzen verursachte. Sie lief dutzende Male vor den heranstürmenden Regimeschergen weg. In der Nacht, in der das Evin-Gefängnis brannte, war Mersedeh in Begleitung ihrer Mutter und Freunde demonstrieren als maskierte Zivilbeamte auf Motorrädern sie beschossen und am Auge trafen.

Die Regimeschergen in Zivilkleidung wollten die am Auge schwer verletzte Mersedeh mitnehmen, doch die Menschen schafften es, sie mit einem Auto vom Ort des Geschehens zu entfernen. Am nächsten Tag erfolgte gleich die erste Operation und in der Woche drauf folgte die zweite OP am schwer beschädigten Auge. Mersedeh litt unter extremen Schmerzen. Sie fing an, ihre Geschichte und das Verbrechen der Regimeschergen auf Social-Media zu verbreiten. Sie lernte weitere am Auge verletzte Iraner*innen kennen und ihre Geschichten wurden international bekannt. Das wurde zu einem Problem.

Sicherheitskräfte des Mullah-Regimes griffen am 24.01.2023 ihre Wohnung an. Mersedeh und ihre Tochter waren glücklicherweise nicht zu Hause. Sie durchsuchten und verwüsteten die Wohnung, nahmen USB-Sticks, Festplatten, Handys und ihr Tagebuch mit. Mersedeh wusste, dass ihr Leben, wie sie es bisher gekannt hat nun vorbei war. Sie tauchte unter und brach ihre Social-Media-Aktivitäten ab. Sicherheitsbeamte in Zivil beobachteten ihre Wohnung. Mersedeh war zur Flucht aus der Heimat gezwungen. Sie hat den Iran Richtung Türkei verlassen und dort ihre Aktivitäten intensiviert.

Da Handlanger des Mullah-Regimes in der Türkei aktiv sind, waren Mersedeh und ihre Tochter einer ständigen Gefahr ausgesetzt. Ihr drohte eine Abschiebung in den Iran mit unabsehbaren Folgen. Die Erlösung kam dann durch die Einreise nach München, die Munich Circle in Zusammenarbeit mit deutschen Behörden arrangierte.

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